Depression – Am Abgrund ist die Aussicht schön

Depression - Überweisungsschein

 

Über Depression muss man reden – und reden mag ich.

Der Anfang ist immer das Schwerste, aber hat man den erstmal überwunden wird es nur leichter. Also hier steh ich – am Anfang.
Nach dem Start meines Studiums fiel mir schnell auf, dass es doch alles nicht so super ist. „Trotzdem durchziehen“, dass macht man dann eben. Zufälle führten dazu, dass ich mir ein Semester Auszeit nehmen – und vorallem leisten – konnte. Am Ende stand fest, dass ich falsch bin. Seit April studiere ich zwar das Gleiche wie vorher, doch wo anders – was Thematisch trotzdem eine 180 Wendung ist.
Das ist doch was Gutes.
Aber Nichst ist besser.

Alles wird besser
Der Universitätswechsel ist einer der sinnvollsten Schritte in die richtige Richtung. Auch dieser war nur möglich, weil eine 3. Partei mir so weit unter die Arme geholfen hat, dass ich nicht mehr viel anderes machen konnte, als „ich mach das jetzt“ zu sagen.

Mir war schon länger klar, dass nicht nur Mathe mein Problem in der Uni ist – der Wechsel aber, sollte alles richten. Hat er auch, so halb. Das Thema liegt mir mehr, die Dozenten sind besser, das gesamte Lernkonzept scheint besser zu sein.
Aber um 7 Uhr aufstehen kann ich immer noch nicht. Doch. Die ersten 2 Tage – sogar um 6.

Tauscht du alles aus, bleibt das Gefühl bestehen – so hast du ein Problem
Das Konzept von stationären Therapien scheint zu sein, dass man auf sich allein gestellt ist. Hat jemand Probleme, Hass oder Stress – und hat er diese immer noch, selbst wenn er komplett alleine, ohne Bekannte, Freunde, Arbeit, dann sollte er irgendwann selbst einsehen, dass der Auslöser eher bei einem selbst liegt. Macht ja auch Sinn.
Der Uni-Wechsel hat einiges verändert. Vor allem aber hat er die Gründe dafür verbessert, dass ich mehr Spaß und Erfolg im Studium haben sollte. Sollte.

Final-Depression-Infographic

 

Wie kommt man denn auf sowas?
Bei Wein kommen naturgemäß die ein oder anderen spannenden Diskussionen und Gespräche auf. Vorgestern Nacht war es dann meine aktuelle Situation, die mit dem Satz „Vielleicht solltest du einfach mal mit jemandem darüber reden“ endete.
Spannend.
Vorallem, da ich mich in der Vergangenheit nicht nur einmal mit den Symptomen und Auswirkungen von Depressionen beschäftigt habe. Nie aber hab ich mich selbst dabei betrachtet.
Das war dumm.
Dumm sein mag ich nicht. Ich mag es Dinge logisch und objektiv zu betrachten. Vermutlich wird das hilfreich sein.

„Hallo Herr Dokotor… also…. wie soll ich Anfangen“
Wie in den meisten Situationen zählt die Energie des Momentes. Lässt man zwischendurch locker, wird nichts draus. Das gilt vorallem dann, wenn man Probleme mit Sinnfindung hat.
Und trotz des Hausarztes direkt 2 Etagen unter der Wohnung, stand ich am nächsten Morgen 2 Minuten rumgrübelnd vor der Haustür. Wenn es schwer ist die Tür zur Freiheit zu öffnen, dann endet der Schritt nach Vorn zwangsläufig an einer Wand. Hilft ja doch nichts.
Aber selbst wenn man Dinge logisch und objektiv betrachtet – und auch stark und selbstbewusst ist, braucht man erstmal einen guten Satzanfang.
Nein. Braucht man nicht. Der Mensch ist Arzt.
Der Satzanfang ist egal. Ohne Anfang, kein Fortschritt.
Hausärzte sind allerdings Hausärzte. Abgesehen vom Satzanfang viel mir der Rest nicht schwer – allerdings hat der arme Mensch hat ja doch meist noch das Wartezimmer voller anderer, komischer Menschen.

Da steht man dann, mit einem Zettel.


Startschuss
Lange Rede kurzer Sinn. Es hilft nichts, außer was zu tun. Was tun? Das wird sich zeigen. Darauf warten? Nein.
Der Witz an der Behandlung bei Deperession ist vermutlich, dass man weder kurzfristig einen Platz bekommt, noch es einem einfach gemacht wird einen zu finden.
Das Verrückte ist, dass der Depressions-Zeitraum mit aktiver Behandlung um fast 50% verkürzt werden kann. (also zumindest bei 50% der Behandelten. Aber innerhalb von 12 Monaten bekommt man immer noch 76% der Betroffnen gesund – was eine relativ kurze Zeit ist, auf ein Leben gerechnet.)

Auch, wenn nix davon gesichert ist, nichts bestätigt und höchst offiziell ist – ist ja trotzdem blöd grade. Aber Anfangen und sein Leben zu verbessern, dass hat ja noch niemandem geschadet.

Los gehts.

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Kostenlose Bauteile für die Ingenieure der Zukunft

Ti - Samples

Als Student der Elektrotechnik kann es schon mal vorkommen, dass man irgendwas Elektronisches bauen möchte. Bauteile für Projekte zu bekommen kann dabei, dank Versandkosten und überteuerten „Hobby-Läden“, zu einer teuren Angelegenheit werden. Vor allem, wenn man erst einmal heraus finden möchte ob das ausgesuchte Teil überhaupt das Richtige ist.

Genau diese Probleme haben auch Firmen. Da diese aber im Erfolgsfall das jeweilige Bauteil millionenfach bestellen, haben einige Bauteil-Hersteller einen kostenlosen Sample-Service.

Im Netz findet man dazu bereits Listen, mit Herstellern, die kostenlos Bauteile versenden. Texas Instrumens und Maxim Integrated sind zwei davon.

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Platinen ätzen mit UV-Licht und Tintenstrahldrucker

Platine Titelbild

Aus irgendeinem Grund habe ich es immer verpasst, Platinen selbst zu ätzen. Immer von gelesen, nie probiert.
Weil es ziemlich einfach ist, Geld spart und Schaltungsbau ziemlich vereinfacht, hier der Versuch einer Anleitung.
Ohne Drucker, UV-Lampe und Dremel würde ich ca. 15€ für die ersten Versuche schätzen.

Das ganze geht in verschiedenen Varianten.

  • Toner-Transfer Methode
    Hierbei wird der Toner, von einem Laserdruck, auf die Platine „gebügelt“. Diese Methode geht ohne UV-Licht. Allerdings ist jeder Druck nur einmal verwendbar und man ließt, dass die Kantenschärfe nicht 100% ist.
  • Platine mit der, auf Folie ausgedruckten, Schaltung belichten.
    Die Platine ist hierbei UV-Licht-Empfindlich. Einmal ausgedruckt, kann man den Druck wiederbenutzen.
    Diese Variante geht mit Tintenstrahl-Drucker und Laser Drucker. Laserdrucker können eine bessere Schärfe erreichen. Ich habe nur einen Tintenstrahl-Drucker, also zeige ich hier den Weg. Mit QFN-Gehäusen habe ich mit Tinte allerdings noch keine guten Erfahrungen gemacht.

Natürlich gibt es diese schon tausendfach. Ich versuch einfach meine Erfahrung mit einzubringen.

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After hard work, the engineer is always the hero.

(I wrote this article in German first and translated it into English. forgive me, if it isn’t perfect. Especially the tenses)

Some weeks ago it was like „sure, its not a problem to solder some PCBs“ – but it turns out it was one of the best lessons i learned.

An engineer asked me to solder some PCBs – it was urgent and I’ve done it before – so of course I said „yes“. He said it was like 3 hours of work. The components should arrive Friday and I should solder it on Monday. Of course it all happens differently.

Lesson 1 – Know your tools
It shouldn’t be a problem to solder SMD. Iv’e done it may times before. But I’ve forgot that I’ve learned it- in my apprenticeship – with an soldering station which was about 1000€. But I’ve only had a 100€ soldering station on hand. It was a pain. If a component is about 1.6mm x 0.8 the quality of the soldering tip is critical. Also your tweezers has to be exactly! Know your tools. Good tools have it’s price – for a reason.

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Der Ingenieur ist der Gearschte. Aber immer der Held. Am Ende.

Was vor zwei Wochen ein einfaches „Natürlich löte ich dir mal eben die Platinen.“ war, wurde zu einer meiner lehrreichsten Lektionen.

Ein befreundeter Ingenieur hatte mich gefragt, ob ich 2 Platinen für ihn zusammen bauen könnte. Natürlich springt man da ein – es war relativ dringend und er plante mit drei Stunden Arbeit.
Es sollte natürlich asap – as soon as possible – passieren; die Teile sollten Freitag ankommen und Montag zusammengebaut werden. Natürlich kamen die Teile Freitag, die Platinen erst Dienstag.

Lesson 1 – Kenne dein Werkzeug
SMD löten sollte kein Problem sein. Allerdings war ich aus meiner Ausbildung high-end Lötstationen gewohnt und ich hatte vergessen, wie schlimm <100€ low-end Geräte sind – die mir da leider nur zur Verfügung standen. Es war ein Krampf. Wenn ein Bauteil 1.6 mm × 0.8 mm groß ist (Bauform: 0603), dann müssen Lötspitzen bis zum letzen Millimeter ihre Temperatur halten und Pinzetten können dann nicht am Ende relativ exakt zusammenlaufen. Jedes Werkzeug hat seine Grenzen. Es gibt gute Gründe für teures Werkzeug.

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Biopino – How to build a fake iOS App-website

Last semester I participated in the „Design Thinking and Human Values„-lecture by Daniela Marzavan at HTW Berlin.
We not only learned the basics of Design Thinking, but also how to run a project from the idea up to a (almost) finished product.
Because of that, for me it was the most exiting and best lecture since the beginning of my study.

I was in a group of four. We created an iOS App to encourage people to buy more „ethical correct“ products(food).

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Finger weg von der Steckdose!

Darf ich Lampen oder Steckdosen anschließen? Nur so Eine, ganz schnell – mal eben?

Eine Frage, die man sich ab und zu mal stellt – vor allem mit Ausbildung sollte man die Antwort aber genau wissen.

Sie lautet nämlich: NEIN.

Grundlage hierfür ist ein Absatz in der Niederspannungsanschlussverordnung (NAV):

[…] Unzulässige Rückwirkungen der Anlage sind auszuschließen. Um dies zu gewährleisten, darf die Anlage nur nach […] den allgemein anerkannten Regeln der Technik errichtet, erweitert, geändert und instand gehalten werden. […] Die Arbeiten dürfen außer durch den Netzbetreiber nur durch ein in ein Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragenes Installationsunternehmen durchgeführt werden;[…] – NAV, § 13 Elektrische Anlage, (2)

Wie so oft, wenn es um wirklich wichtige Sachen geht, beutet das, dass man es nur darf, wenn man selbst weiß, dass man es darf.

Zusätzlich dazu besagt die DIN VDE 0100-600, dass bei

Erweiterung oder Änderung der bestehenden Anlage nachgewiesen werden muss, dass diese der DIN VDE 0100-600 entsprechen und die Sicherheit nicht beeinträchtigt ist.

Was für Rechts-/und Versicherungssicherheit bedeutet, dass jede neue Steckdose entsprechend VDE 0100-600 geprüft werden muss. (Denn obwohl die VDE-Richtlinien nicht Gesetz sind, beschreiben sie den „allgemein anerkannten Stand der Technik“ – und der wird für Gericht als Grundlage genommen.)

Interessant ist außerdem, dass man als Mieter für Pfusch des Vermieters, oder des Vormieters haftet:

Für die ordnungsgemäße Errichtung, Erweiterung, Änderung und Instandhaltung der elektrischen Anlage hinter der Hausanschlusssicherung (Anlage) ist der Anschlussnehmer gegenüber dem Netzbetreiber verantwortlich. […] Hat der Anschlussnehmer die Anlage ganz oder teilweise einem Dritten vermietet oder sonst zur Benutzung überlassen, so bleibt er verantwortlich. – NAV, § 13 Elektrische Anlage, (1)

 

Wie so oft gilt: Wo kein Kläger, da kein Richter. Wenn aber doch ein Richter, dann sitzt man tief in der Scheiße.

Aus großer Macht folgt große Verantwortung

 

Das Semester fängt ja schon interessant an.

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o2 DSL YOUNG online/offline Preisunterschiede

In Vorbereitung auf  einen bevorstehenden Umzug in ein Berliner Studentenwohnheim musste ich einen DSL Vertrag abschließen.

Leider kommt dafür nur o2 in Frage, die dort nur DSL 6000 mit der ekeligen “Fair-Use“ Klausel anbieten.

Statt des o2 All-In Tarif sollte man da auf den DSL Young Tarif setzen, da dort 300GB statt 100GB full-speed-Traffic inklusive sind.

Der online-Vertragsabschluss hat irgendwie nicht funktioniert, deshalb bin ich in den Laden. Der Berater-Typ hat natürlich erst versprochen das die Preise die selben wie online sind; stellt sich raus – sind sie nicht:

Die offline “Bonuszahlungen” sollen also nur vorgeben Bonus zu sein. Effektiv gleichen sie eigentlich nur den online-Unterschied aus.

Natürlich kann man auch den o2-Router auswählen oder die Fritzbox gebraucht kaufen, dann schlägt der Bonus mehr ins Gewicht. Aber den will man nicht und die FRITZ!Box 7490(die 5GHz und 2,4GHz gleichzeitig kann) bekommt man nie so günstig.

Schade wie dieses “Bonuszahlung”-Werbegequatsche dazu beträgt mit dem Gefühl des verarscht-werdens aus dem Laden zu gehen.

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